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Wjatscheslaw Misin
Nowosibirsk

















































2003

Zu zweit gegen Mafia (zusammen mit Alexander Shaburov). Gelman-Galerie. Moskau.

Absolut Blue Noses (zusammen mit W.Misin). Zoologisches Museum. Moskau.

25 kurze Performances über Globalisierung (zusammen mit W.Misin). Toynbi-Studio, London. Im Rahmen der Konferenz «Moderne russische Kunst und das Zeitalter der Globalisierung». Staatliches Russisches Museum. Tate-Modern. Pro Arte (Katalog).

2002
Zu zweit gegen russische Mafia (zusammen mit Alexander Shaburov). Kirow-Museum. Sankt-Petersburg.

1999
The Fate. Guelman Gallery (Moscow).


Am 22. Mai 1962 geboren.

Ehemaliger «Papierarchitekt» und Maler - ein «Neo-Expressionist» aus Nowosibirsk.

Mitglied des Vereins «Eurokon», der der Hälfte seiner Bekannten in Swerdlowsk einen brennenden Wunsch beigebracht hatte, sich unbedingt mit Performances zu beschäftigen. Auf der Suche nach besten Ausdrucksmitteln der künstlerischen Aktionen kam er zur unverhohlenen Demonstration seiner Genitalien.

Im Schneehaufen eingeschlafen, verlor Misin die Hälfte einer Lunge, worauf er seine Seele der von ihm in Auslandsvoyagen geborenen Theorie «künstlerischen Schwachsinns» oder gar «Degenerativismus» verkaufte - einer komischen Mischung aus schrecklichen Objekten, Fantomen und Modellen des Menschenkörpers - als Antithese «totem Konzeptualismus und Land-Art». Das illustriert Serie «Totalitäre Vaginen» (1994): Kollagen aus den Portraits von Mao und Kim Ir Sen mit Pornosujets oder ein Objekt - Frauenschuhe mit den an die Schuhabsätze angedrehten Fallosvibratoren - in der Ausstellung «Post-WDNCH» (Ausstellungszentrum) (1997). Da wurden auch Vibratoren präsentiert, die sich mit Hilfe der Schallplatten um die Erdkugel herum drehen, und die auf den Sessel aufgetürmten Nudeln, die Nudeln im TV kochen sehen.

Misin als Ideologe der Künstlergruppe «Eurokon» lacht unermüdlich «dumme Mixe» seiner Kunstbrüder aus, indem er sie dazu aufruft, Malerei, Land-Art u a. überholte Formen wegzuwerfen, um «die Ural-Sibirische Achse» aufzurütteln.

Er selbst schnitt in Stücke Fotos und Xerokopien seines eigenen Körpers, indem er aus seinen Fragmenten «Homunkulisse extremaler Gefühle» zusammenklebte («Körperteile», «Neogermafroditen», 1996).

Im Jahre 1998 bekam er (zusammen mit O.Elow) einen Auftrag, eine Kirche zu bemalen, wonach er ein kinetisches Objekt erfand, das mit 2-Meter langen Flügeln aus befestigten Gänsefedern und gleichzeitig mit Hammern Schnitzel aus abgerupften Vögeln schlägt, was vollkommen gegensätzliche Bestrebungen frischgebackener Ikonenmaler illustriert («Neue russische Ängel», 1998).

Nach der Untersuchung seiner «Ausflüsse» und «inneren Inhalts» kam Misin zu unverhüllteren Projekten. Er verband alle schockierenden Themen radikaler Kunst, indem er seine Genitalien zu demonstrieren begann. So sticht er mit seinem Geschlechtsteil den faschistischen Hakenkreuz (1998), die Portraits von Präsidenten der USA und Andy Warhol (1999), die Weltkarte (1997) durch oder legt ihn einfach auf verschiedene Gegenstände, fotografiert und schafft eine zusammengefasste Biographie («Das Schicksal meiner Genitalien», 1999).

Projekt «Ausflüsse als meine künstlerischen Mittel»

Die Verwendung der Ausflüsse des Künstlers in verschiedenen Genres: Video, Foto, Life- Performances und Art-Verfahren (z.B. Blutaerographie, Urinodusche, Kotplastik...)

Lebenslauf:

1962 in Nowosibirsk geboren

1984 beendete die Architekturhochschule, Nowosibirsk

1985 Ausstellung im Zentralen Haus der Künstler im Rahmen des Weltfestivals der Jugend und Studenten

1988 Ausstellung im Rahmen des 1. Internationalen Salons La Villette, Paris

1988 Architectural Association. London

1989 Ecole Gallery, Brüssel

1990 Galerie Aedes. Berlin

1990 Galerie Linssen, Köln

1991 Ausstellung moderner russischer Kunst. Manege. Moskau

1992 Ausstellung im Rahmen «der Tagen der russischen Kunst». Ierusalem

1992 Art-Mythos-92. Moskau

1993 «Garderop». Zentraler Ausstellungsraum. Sankt-Petersburg

1994 Galerie Itinneraires. Paris

1994 Kunstmuseum. Barnaul. Altai

1994 Nowosibirsker Gemäldegalerie.

1995 das 1. unabhängige Symposium Trash-Art «Eurocon», Esher-Wiss-Platz. Zürich

1995 Kunsthaus Oerlikon. Zürich

1995 regionale Ausstellung in der Galerie moderner Kunst, Omsk

1996 das 2. unabhängige Symposium Trash-Art «Eurocon». Ekaterinburg. Nowosibirsk. Galerie der Gegenwartskunst. Nowosibirsk

1996 Galerie der Architekturakademie. Ekaterinburg

1996 Zentrum zetgenössischer Kunst. Tscheljabinsk

1997 Kunsthaus Tackeles. Berlin

1997 Quai de la Gare. Paris

1998 Galerie Artists Space. Berlin

1998 The Suitcase. Meinblau Galerie. Berlin

DIREKTE REDE

Über die Kultur der Zukunft

«Die Zukunft kommt unklar vor. Sie kann weiss-zucker-kosmisch oder destruktiv-militarisiert sein. Fest steht aber, dass der Mensch technologisch gesehen nur Lebensmittel, Toilette und Internet brauchen wird».

(3432) 222112, (3832) 451377

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